Das Hohe Schloss in Füssen

Hohe Schloss in Füssen
Hohe Schloss in Füssen

Die Stadt Füssen kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, die bis in die Zeiten der alten Römer reicht. Ebenso alt dürfte die Geschichte sein, die das Hohe Schloss zu Füssen seinen Besuchern erzählen kann. Bereits in der späten Kaiserzeit entstand das Kastell "Foetibus". Übrigens dürfte es sich dabei auch um den Ursprung des Namens der Stadt handeln.

Im 8. Jahrhundert entsandten die Bischöfe von Augsburg den Wandermönch Magnus in das Gebiet, um als Missionar für die Verbreitung des christlichen Glaubens zu sorgen. Es folgten auch weitere Mönche, woraufhin das Kloster St. Mang erbaut wurde. Für den Bau nutzte man die Ruinen des römischen Kastells. Im Jahre 1183 schenkten die Augsburger den geistlichen Vätern den Berg, auf dem sich später die Burg befinden sollte, allerding unter der Voraussetzung, dass niemals ein weltliches Bauwerk errichtet werden solle. Das sorgte allerdings für heftigen Streit zwischen den Augsburger Bischöfen und den Herzögen von Bayern, denn Ludwig II. errichtete eine Burg über dem Kloster, um seine Ansprüche über Füssen zu untermauern. Nachdem man sich heftig gestritten hatte, kam es schließlich zu einem Vergleich und der Herzog verzichtete auf die Burg und deren Ausbau.

Im Jahre 1363 befand sich die Burg dann bereits innerhalb der Stadtbefestigung und ein Jahrhundert später ließ Bischof Friedrich II. von Zollern umfangreiche Arbeiten vornehmen, die bis heute noch das Bild des Schlosses bestimmen. Im 20. Jahrhundert wurde das Schloss renoviert, auch die fantastischen Illusionsmalereien wurden Restaurationsarbeiten unterzogen, die der Tourist heute bewundern kann.

Das Hohe Schloss ist vor allem durch seine spätgotische Bauweise charakterisiert, die es bis heute bewahren konnte. Umbaumaßnahmen der Fürsten betrafen vornehmlich die Innenräume. Zusammen mit dem Kloster St. Mang, das direkt unter dem prächtigen Schloss liegt, bildet das Hohe Schloss das charakteristische Bild der Stadt Füssen, das eindrucksvoll hoch über der Stadt thront.

Für die Freunde der schönen Künste ist ein Besuch auf dem Hohen Schloss auf jeden Fall lohnenswert, denn im Nordflügel ist eine Filialgalerie der Bayrischen Staatsgemäldesammlung zu bewundern. Weiterhin präsentieren sich spätgotische Tafelbilder und kunstvolle Skulpturen aus dem 15. und 16. Jahrhundert in den ehemaligen Räumlichkeiten der Residenz dem Besucher. Äußerst sehenswert ist auch der Rittersaal mit der kunstvoll verarbeiteten Kassettendecke. Sie präsentieren die Reliefs der Bistumsheiligen und der Mutter Gottes.

Bei der Besichtigung des Hohen Schlosses sollte der Besucher auf keinen Fall den Innenhof auslassen, der mit den fantastischen Illusionsmalereien, die im Laufe der Zeit liebevoll wiederhergestellt wurden, den echten Kenner der Kunst faszinieren wird. Nicht umsonst zählt er zu jenen Profanbauten aus dem Mittelalter, die besonders hohe Bedeutung haben.

Bei der Besichtigung ist auch der wunderschöne Blick auf die umliegende Altstadt eine gute Gelegenheit, eine kurze Pause einzulegen, um dem bunten Treiben der kleinen Gassen der Altstadt zuzuschauen, die nur einige wenige Minuten entfernt sind. Auch der Uhrturm lohnt einen Besuch, der nach seinen Renovierungsarbeiten nun endlich wieder für den Besucher zugänglich ist. Von dort aus kann man einen herrlichen Blick weit über die Mauern der Stadt Füssen hinaus genießen, hinaus bis auf den Foggensee, der in die wunderschöne Landschaft des Allgäu eingebettet ist.

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